Camping im Harz: Die besten Campingplätze für Wohnmobile | Wohnmobile mieten in Berlin bei MioCamper.de

Camping im Harz: Die besten Campingplätze für Wohnmobile

Camping im Harz: Unsere Lieblingsplätze zwischen Brocken, Seen und wilden Wäldern

Der Morgennebel hängt noch zwischen den Tannen, als ich den Camper auf dem kleinen Waldweg parke. Draußen ist alles noch still, nur irgendwo tickt das Tropfwasser vom Dach auf eine Wurzel. Im Harz hat Camping für mich immer was von Rückzug und Entdeckung. Beides gleichzeitig. Wer einmal den ersten Kaffee am Pixhaier Teich gekocht hat, weiß, was ich meine. Und genau darum geht es heute: die besten Campingplätze im Harz, aus Camper-Perspektive, nicht aus dem Prospekt.

Warum Harz? Weil du ab Berlin in drei Stunden mitten im Grünen stehst

Ich kenne viele, die immer wieder in den Harz fahren. Nicht, weil es da spektakulärer wäre als in den Alpen. Sondern weil du nach Feierabend losfahren, abends noch grillen und am nächsten Morgen schon auf dem Kammweg wandern kannst. Die Mischung aus alten Wäldern, klaren Seen, kleinen Bergorten und der Tatsache, dass man hier nicht überall WLAN, aber fast überall Stille findet. Für Familien, Hundebesitzer, Pärchen oder Solo unterwegs: Die Auswahl an Campingplätzen ist groß, aber nicht jeder ist gleich. Manche Plätze haben Hallenbad und Brötchenservice, andere nur eine Wiese und einen Wasserhahn. Wer Komfort will, wird hier genauso fündig wie der, der einfach nur Ruhe braucht.

Nach dem dritten Platz merkst du ein Muster. Lage, Sanitär, Brötchenservice, Hunde, Spielplatz, Wandern, das wiederholt sich ziemlich. Aber jeder dieser Plätze hat trotzdem seinen eigenen Moment. Und, typisch Harz: Zwischen Hexenstieg, alten Fachwerkstädten und manchmal noch Überresten von Bergwerkszeiten wird einem nie langweilig. Wer will, macht einen Abstecher zur Titan RT Hängebrücke oder fährt mit der Brockenbahn durch die Wälder.

1. Campingplatz Prahljust (Clausthal-Zellerfeld) – Viel Wald, viel Wasser, viel Ruhe

Prahljust ist für mich so ein Platz, wo du nach zwei Tagen schon merkst, wie der Puls runtergeht. Am Rand von Clausthal-Zellerfeld, direkt am Pixhaier Teich. Morgens laufen hier oft Nebelschwaden über den Teich. Einer dieser Momente, bei denen man automatisch leiser spricht. Der Platz ist riesig, aber trotzdem entspannt, weil sich alles zwischen Wald, Wasser und kleinen Wegen verteilt. Für Wohnmobile gibt's befestigte Stellplätze, aber auch für Zelte und Caravans ist genug Raum.

Sanitäranlagen sauber, Hallenbad und Sauna im Angebot (vor allem nach einer nassen Wanderung Gold wert), Brötchenservice am Morgen. Hunde sind willkommen, und für Kinder gibt's einen Spielplatz. Die Umgebung ist perfekt für Wanderer: Der Harzer-Hexenstieg läuft direkt vorbei, und selbst wenn's regnet, kann man hier einfach im Camper sitzen, aufs Wasser schauen und die Heizung anmachen. Im Winter bleibt der Platz übrigens geöffnet. Dann kommen die Langläufer. Nicht weit entfernt: die Oberharzer Wasserregale, Weltkulturerbe und typisch Harz. Wer Lust auf Ausflug hat, ist schnell in Goslar oder fährt eine Runde mit der Harzer Schmalspurbahn.

Kontakt: Website: prahljust.de E-Mail: camping@prahljust.de Telefon: +49 5323 1300 Adresse: An den langen Brüchen 4, 38678 Clausthal-Zellerfeld

2. Harz Mountain Camp – Schierke (Wernigerode) – Brockenblick inklusive

Wer im Harz campt, will meistens auch mal auf den Brocken. Das Harz Mountain Camp liegt direkt am Rand des Nationalparks, auf der Schierker Seite. Hier ist alles etwas rauer, grade morgens, aber dafür gibt's Panoramablick, frische Waldluft und die legendären Sonnenuntergänge. Die Stellplätze sind terrassenförmig angelegt, Holzhütten für Regentage stehen auch bereit.

Die Ausstattung lässt nichts vermissen: moderne Sanitärräume, kleine Sauna, Bistro an der Rezeption, WLAN (wenn's denn wirklich sein muss). Im Winter ist der Platz ein echter Tipp für Rodler und Skilangläufer. Und wer mit Kindern unterwegs ist: Die haben meistens schon nach den ersten Metern im Wald alle Bildschirme vergessen.

Wenn ihr ohnehin am Harz Mountain Camp steht, lohnt sich die Fahrt mit der Brockenbahn schon allein wegen der Aussicht. Den Brocken kann man von hier aus gut zu Fuß oder mit dem Rad erreichen, für viele ein Muss bei jedem Harz-Trip. In Wernigerode gibt’s nicht nur das berühmte Schloss, sondern auch jede Menge bunte Fachwerkhäuser und kleine Cafés.

Kontakt: Website: harz-camping.com E-Mail: info@harz-camping.com Telefon: +49 39455 58817 Adresse: Am Stern 1, 38879 Wernigerode-Schierke

3. Camping Okertalsperre (Altenau) – Wasser, Wald, Weite

Wer Camping am Wasser mag, landet früher oder später an der Okertalsperre. Der Platz liegt direkt am Ufer, umgeben von Fichtenhängen. Im Sommer paddeln hier die Kanus, im Herbst zieht der Nebel über den See. Und: Der Sonnenuntergang über dem Wasser sieht fast skandinavisch aus. Beim ersten Mal musste ich tatsächlich zweimal hinschauen. Die Parzellen reichen für mittlere bis größere Wohnmobile. Zu groß darf's nicht sein, die Zufahrt ist manchmal eng.

Die Ausstattung ist solide: Strom, moderne Sanitäranlagen, ein kleiner Laden für das Nötigste, Brötchenservice. Wer Glück hat, erwischt einen Stellplatz mit direktem Seeblick. Aber die sind schnell weg, gerade in den Sommerferien. Boote können gemietet werden, und Hunde dürfen auch mit.

Von hier aus ist es nicht weit bis zur Rappbodetalsperre und zur Titan RT Hängebrücke, einmal drüberlaufen oder einfach nur gucken, Schwindelfreiheit zahlt sich aus. Auch Quedlinburg mit seinen alten Gassen liegt für einen Tagesausflug in Reichweite.

Kontakt: Website: camping-okertalsperre.de E-Mail: info@camping-okertalsperre.de Telefon: +49 5328 702 Adresse: Kornhardtweg 2, 38707 Altenau

4. Am Krähenberg – Campingplatz im Selketal

Der Krähenberg ist so ein Platz, den viele unterschätzen. Liegt ein bisschen ab vom Schuss, im Selketal, dafür aber mitten in der Natur. Wer morgens mit Vogelgezwitscher aufwachen will und abends ein paar Rehe am Waldrand sehen möchte, ist hier richtig. Und nachts? Hier hörst du wirklich fast nichts. Außer vielleicht einen Kauz. Und deinen Nachbarn, wenn er versucht den Grill wieder anzubekommen. Die Stellplätze sind großzügig, es gibt genug Platz für Wohnmobile, aber auch für Familienzelte.

Ausstattung? Alles da, was man braucht: Strom, gepflegte Sanitärräume, Spielplatz und sogar ein kleiner Kiosk. Guter Ausgangspunkt für Wanderungen oder Radtouren entlang der Selke. Hunde dürfen auf den Platz, und die Selketalbahn ist nicht weit. Das freut die Kinder meistens mehr als Netflix. Und für Tagesausflüge: Quedlinburg, Thale mit dem Hexentanzplatz, beides schnell erreichbar, typisch Harz eben.

Kontakt: Website: campingplatz-kraehenberg.de E-Mail: info@campingplatz-kraehenberg.de Telefon: +49 39484 234 Adresse: Selketalstraße 1, 06493 Meisdorf

5. Campingplatz am Bärenbache (Hohegeiß) – Südhang, Sonne, Schwimmbad

Im Süden des Harzes, in Hohegeiß, liegt der Campingplatz am Bärenbache. Wer terrassierte Plätze und Sonne mag, ist hier richtig. Das Freibad liegt direkt nebenan, perfekt für Sommer mit Kindern. Einzel- und Doppelplätze geben jedem ein bisschen Privatsphäre, und für Wohnmobile gibt's einen separaten Bereich.

Sanitäranlagen sind ordentlich, Brötchenservice gibt's auch. Das Ortszentrum von Hohegeiß ist zu Fuß erreichbar, was abends praktisch ist, wenn man mal keine Lust auf Campingküche hat. Hier findest du keinen Schnickschnack, aber dafür Ruhe, Aussicht und morgens den besten Blick auf den Sonnenaufgang, wenn der Harz gerade erst wach wird. Wer Lust auf einen Ausflug hat: Braunlage ist nicht weit, und von dort kommt man mit dem Bus oder Rad auch gut in andere Harzorte. Die Aussicht auf die Berge des Südharz bleibt in Erinnerung.

Kontakt: Website: campingplatz-hohegeiss.de E-Mail: info@campingplatz-hohegeiss.de Telefon: +49 5583 1306 Adresse: Bärenbachweg 10, 38700 Hohegeiß

Camping im Harz – häufige Fragen

Wann ist die beste Reisezeit? Der Harz hat zu jeder Jahreszeit seinen Reiz. Frühling und Herbst sind oft ruhiger, mit tollen Farben im Wald. Im Sommer wird es in den Hochlagen selten richtig heiß. Im Winter locken Loipen, verschneite Wanderwege und Weihnachtsmärkte wie in Wernigerode oder Goslar.

Darf man im Harz frei stehen? Offizielles Wildcampen ist auch im Harz nicht erlaubt. Es gibt aber viele einfache Stellplätze am Rand der Orte, wo eine Übernachtung außerhalb des Nationalparks oft geduldet wird, trotzdem vorher informieren und Rücksicht nehmen.

Welche Campingplätze haben ganzjährig geöffnet? Viele Plätze wie Prahljust oder das Harz Mountain Camp sind das ganze Jahr über offen. Gerade im Winter haben diese Plätze oft weniger Gäste und bieten trotzdem beheizte Sanitäranlagen. Schnee, Stille und nachmittags einen Tee im warmen Camper mögen.

Camping mit Hund im Harz? Die meisten Campingplätze im Harz erlauben Hunde, oft gibt es sogar eigene Hundeduschen oder Spazierwege direkt ab Platz. Die Mischung aus Wald, Wasser und schmalen Pfaden macht’s für Vierbeiner spannend. Aber: Im Nationalpark bitte auf die Leinenpflicht achten, vor allem in den Brutzeiten.

Welche Stellplätze liegen direkt am Wasser? Klassiker ist die Okertalsperre, aber auch bei Prahljust hast du Stellplätze mit Seeblick. Wer ganz nah am Wasser stehen will, sollte früh reservieren, gerade in den Ferien sind die besten Plätze schnell weg.

Noch mehr Plätze, noch mehr Freiheit?

Der Harz ist kein Geheimtipp mehr, aber viele Plätze fühlen sich immer noch so an. Wer es lieber etwas wilder mag, sucht sich einen Naturcampingplatz am Waldrand. Wer Komfort braucht, findet Stellplätze mit allem Drum und Dran. In jedem Fall lohnt sich ein Blick auf die MioCamper Wohnmobile: Oft passt ein kompakter Kastenwagen besser in die kleinen Kurven der Harzstraßen als das große Alkoven-Schiff.

Übrigens: Wer von Berlin startet, kann in drei Stunden schon auf dem ersten Wanderpfad stehen. Für alle, die mehr Inspiration suchen: die Top 10 Campingplätze in Berlin und Umgebung sind auch einen Blick wert, wenn der Harz mal zu weit oder zu voll ist.

Ein kleiner Moment zum Schluss

Manchmal reicht es, abends einfach vor dem Camper zu sitzen, die Füße im Gras, irgendwo im Harz. Das Licht bricht durch die alten Bäume, irgendwo ruft ein Uhu. Und egal, wie stressig die Woche vorher war: in diesem Augenblick zählt nur der Moment. Genau dafür sind diese Plätze da. Und jedes Mal, wenn ich den Schlüssel vom Camper umdrehe, freue ich mich schon auf den nächsten Kaffee mit Blick ins Grüne.

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